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Das Statistische Bundesamt informiert: Kräftiges Umsatzplus im Einzelhandel!

Ob die Rangeleien um die Griechenlandhilfen, ob permanent schlechte Nachrichten aus der Ukraine oder ob ein Misstrauen in russische Politik, die deutschen Verbraucher scheinen von alle dem unbeeindruckt. Die Zeiten, in dem internationale politische und wirtschaftliche Krisen zu einem verstärkten Sparverhalten führen, treffen wohl auf die deutschen Konsumenten zurzeit nicht zu. So konnte der deutsche Einzelhandel seine Umsätze im Januar so kräftig steigern wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes konnte der Einzelhandel seine Umsätze im Januar 2015 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs inflationsbereinigt um 5,3 Prozent steigern. Gegenüber Dezember 2014 kletterten die Umsätze inflationsbereinigt um 2,9 Prozent. Viele Ökonomen sind von diesen Zuwachsraten überrascht, führen dieses jedoch nach ersten Analysen auf die nach wie vor geringe Arbeitslosigkeit, auf das Vertrauen auf die Wirtschaftskompetenz der Regierung, auf die niedrigen Ölpreise und auf die äußerst niedrige Zinsenniveau zurück. Auch das Vertrauen in eine stabile Konjunktur führt wohl dazu, dass bei den Deutschen der Geldbeutel zurzeit „locker“ sitzt. Die höchste Zuwachsrate erzielte im Jahresvergleich nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes der Internethandel und der Versandhandel (plus 14 Prozent). Aber auch der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren konnte seinen Umsatz mit real 3,8 Prozent deutlich steigern. Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte verzeichneten einen Anstieg um 3,9 Prozent. Auch der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln profitierte von der Kauflust der Konsumenten. Hier stiegen im Jahresvergleich Januar die Umsätze real um 6,3 Prozent. Die Frage ist natürlich, ob die Umsatzsteigerungen im Einzelhandel auch in Zukunft so dynamisch wachsen. Hier sind die Ökonomen in der Mehrzahl aufgrund der guten Wirtschaftssituation optimistisch. Zwar dürfte nach deren Ansicht das Wachstum nicht in diesem Umfang weiter steigen, aber es sei mittlerweile ein fundamentales Umfeld für ein gesundes Konsumverhalten geschaffen. So verwundert es nicht, dass der Branchenverband HDE (Handelsverband Deutschland e.V.) für das laufende Jahr ein Umsatzplus von nominal 1,5 Prozent ansteuert.

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