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Fusionspläne der Deutsche Börse mit der Londoner Börse

Mindestannahmeschwelle soll gesenkt werden

Bei dem geplanten Zusammenschluss der Deutschen Börse mit der London Stock Exchange (LSE) erwägt die Deutsche Börse, die Hürde für Fusion mit der Londoner Börse senken. So teilt Deutschlands größter Börsenbetreiber mit das geprüft wird, die Mindestannahmeschwelle von derzeit noch 75 Prozent abzusenken. Der Grund ist die unklare Lage nach dem Brexit, die so manchen Aktionär abschreckt. Auch sind noch eine Reihe von Fragen zu klären. Hierzu gehören zum Beispiel der bisher geplante Umzug des Firmensitzes nach London (den es wohl nach dem Brexit nicht mehr gegen dürfte) sowie die Verteilung der Geschäftsfelder.

Indexfonds halten hohe Anteile

Durch ein Absenken der Annahmeschwelle will die Deutsche Börse der Sorge entgegen treten, dass die Anleger der Fusion mit der London Stock Exchange eventuell nicht zustimmen würden. So wird in diesem Zusammenhang eine mögliche Herabsetzung dieser Mindestannahmeschwelle von den beteiligten Parteien geprüft, um Indexfonds eine Teilnahme an dem Angebot zu ermöglichen. So wie die Deutsche Börse erklärte, halten Indexfonds hielten zurzeit bis zu 15 Prozent an der Börse. Diese könnten ihre Aktien erst andienen, so heißt es weiter, wenn bestimmte Annahmeschwellen erreicht seien.

Zustimmung der LSE liegt vor

Während die Aktionäre der LSE der angestrebten Fusion bereits mit breiter Mehrheit zugestimmt haben (es liegt eine Zustimmung von 99,9 Prozent vor) können die Aktionäre der Deutschen Börse noch bis zum 12.07.2016 über die Fusion entscheiden. Das Tauschangebot für Aktien der neuen Holding läuft bis Mitternacht. Üblicherweise reichen die meisten Investoren ihre Aktien erst am letzten Tag der Annahmefrist zum Umtausch ein. Durch dieses Procedere könne es passieren, so die Deutsche Börse, dass der Schwellenwert vor diesem Tag nicht erreicht werde. Diesem „technischen Umstand“ soll durch die Absenkung des Schwellenwerts Rechnung getragen werden.

Doppelholding?

Hinsichtlich des fragwürdigen Firmensitzes nach einem Zusammenschluss soll nach einer unbestätigten Meldung der Chef der Deutschen Börse den Aktionären eine Doppelholding in Frankfurt und London angeboten haben. Damit wolle er den Wunsch der Aufsicht nach einem EU-Sitz erfüllen.

TagsBörse
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