Nachdem der hoch verschuldete Immobilienkonzern IVG Immobilien noch am vergangenen Wochenende die Hoffnung hatte, dass die Gläubiger des Konzerns den vorgelegten Entwurf zu einem Sanierungsplan ihren „Segen“ geben würden, hat sich nunmehr diese Hoffnung zerschlagen. Es wurde mit den Gläubigern keine Einigung erzielt. Der Konzern hat ca. 4,6 Milliarden Schulden. Im Rahmen des Sanierungsplans wäre das Unternehmen zu 96 Prozent an die Gläubiger gegangen, diese wiederum hätten dann im Gegenzug auf eine Rückzahlung von 1,75 Milliarden Euro verzichten müssen. Nunmehr beantragte IVG heute beim Amtsgericht Bonn ein Schutzfirmverfahren. Bei einem solchen Verfahren handelt es sich um eine Variante im Insolvenzrecht, die eine Sanierung in Eigenregie ermöglichen soll. Allerdings, so verlautet es, soll sich das Schutzfirmverfahren nur auf die Muttergesellschaft beziehen, sämtliche Tochtergesellschaften sollen davon unberührt bleiben.

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