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Kartellamt erhebt Einspruch gegen Übernahme von Tengelmann durch Edeka

edeka kartellamt

Die geplante Übernahme von Tengelmann durch Edeka scheint gefährdet. Zur Erinnerung: beide Konzerne kündigten im vergangenen Jahr an, dass der Verkauf der Tengelmann-Einzelhandelskette mit ca. 16.000 Mitarbeitern und 451 Filialen vereinbart sei. Die Abwicklung, so hieß es seinerzeit weiter, sollte bis Ende Juni 2015 stattfinden. Nunmehr hat allerdings das Bundeskartellamt schwerwiegende wettbewerbsrechtliche Bedenken geäußert. Dem Vernehmen nach will das Kartellamt die Fusion untersagen, wenn beide Unternehmen der Konkurrenz nicht umfassende Zugeständnisse machen wie zum Beispiel den Verkauf von Märkten an Wettbewerber. De Facto heißt dies, dass die Kartellwächter die Fusion nach derzeitigem Stand untersagen wollen. Der Präsident des Kartellamtes, Andreas Mundt, wies darauf hin, dass nach der geplanten Fusion die Gefahr bestünde, dass in vielen regionalen Märkten künftig mit Edeka und Rewe nur noch zwei Nahversorger verbleiben würden. Darüber hinaus könne Edeka mit der Übernahme in einzelnen Regionen – wie zum Beispiel in Berlin und in München – seinen Marktanteil noch weiter ausbauen. Dieser könnte gegebenenfalls die kritische Marke von zehn Prozent weit übersteigen. Auch würde durch eine Übernahme der Wettbewerb beim Einkauf von Waren erheblich eingeschränkt, denn es würden sich zu Lasten von kleinen Konkurrenten deutliche Vorteile beim Einkauf ergeben. Einem Verbot der Fusionspläne durch das Kartellamt steht allerdings eine Äußerung des Tengelmann-Chef Karl-Erivan gegenüber. Dieser hatte bereits im vergangenen Jahr das Kartellamt vor einem Verbot der Fusionspläne gewarnt. Gelinge der Verkauf nicht, könnte dies das Aus für die Supermärkte des Konzerns bedeuten, so hieß es unter anderem in der Begründung. Eine Tengelmann-Sprecherin ließ verlauten dass der Konzern habe ein entsprechendes Schreiben mit den Bedenken des Kartellamts erhalten, wollte sich allerdings zunächst nicht weiter äußern. Wie geht es nun weiter? Edeka und Tengelmann haben nunmehr bis zum 26. Februar 2015 Zeit, die Bedenken des Kartellamts auszuräumen. Bis zum 06. März 2015 soll dann auf dieser Grundlage eine Entscheidung getroffen werden.

Ein Dank gilt dem Author des Textes: KTsys Solutions GmbH

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