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Russland zur Entschädigungszahlung an Yukos-Aktionäre verurteilt.

Empfindliche Strafe: Das internationale Schiedsgericht in Den Haag hat Russland zur Zahlung von 50 Milliarden Dollar Entschädigung an Ex-Aktionäre des zerschlagenen Ölkonzerns Yukos verurteilt. In dem Schiedsspruch heißt es, dass die Auflösung von Yukos politisch motiviert gewesen sei und deshalb die russische Regierung die ehemaligen Aktionäre entschädigen muß. Der Yukos-Konzern des ehemaligen russischen Ölmagnaten Michail Chodorkowski war Anfang 2000 von Russland zerschlagen worden. Große Teile des Konzernvermögens fielen an den Staatskonzern Rosneft. Dagegen zog ein Teil der ehemaligen Yukos-Aktionäre vor den internationalen Schiedsgerichtshof. Die Entschädigungssumme macht mehr als zehn Prozent der russischen Währungsreserven aus. Allerdings haben beide Seiten das Recht, die Entscheidung vor einem ordentlichen niederländischen Gericht anzufechten.

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