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Siemens plant den Abbau weiterer Arbeitsplätze

Der größte Technologie-Konzern Deutschlands, Siemens, hat am 07. Mai 2015 bekannt gegeben, dass über den bereits bekannten geplanten Abbau von 9.000 Arbeitsplätzen hinaus nochmals 4.500 Arbeitsplätze entfallen sollen, davon alleine in Deutschland 4.500. Grund hierfür seien die Probleme in dem Stromerzeugungsgeschäft der Energietechnik (Power and Gas) sowie die geplante Sanierung aller ertragsschwachen Geschäfte. Weil sich das Ergebnis bei Power & Gas im 1. Quartal 2015 um ein Drittel verschlechterte, rutschte auch die für den Konzern wichtige Rendite des Kerngeschäfts unter die angepeilte Zielvorstellung. Vom stagnierenden Umsatz blieben im letzten Quartal noch neun Prozent als operativer Gewinn übrig. Dieses lag unter der angepeilten Rendite von zehn bis elf Prozent. Wie sich allerdings der geplante Stellenabbau auf die einzelnen Standorte verteilt, bleibt zunächst noch offen. Es wurden jedoch bereits die ersten Mitarbeiter des Konzerns informiert. Insidern zufolge sollen besonders die Standorte in Berlin und in Mülheim (NRW) betroffen sein. Bereits mit deutlicher Kritik auf die Ankündigung des geplanten Stellenabbaus hat die IG Metall reagiert. Ein Sprecher der Gewerkschaft äußerte sich, dass das Management des Siemens Konzerns immer reflexartig an der Schraube der Personalkostendrehe, wenn sich Probleme ergäben. Und er fuhr fort: „Wenn es nicht auf dem Verhandlungsweg zu tragbaren Lösungen kommt, werden wir entsprechenden Widerstand organisieren“. Siemenschef Joe Kaiser äußerte sich jedoch, dass der Stellenabbau unumgänglich sei. Der gesamte Siemens-Konzern müsse bei den Kosten wettbewerbsfähiger werden, denn es gibt immer noch Geschäfte mit rund 15 Milliarden Euro Umsatz und etwa 44.000 Mitarbeitern, in denen die Rendite ungenügend ist und nichts oder wenig verdient werde. Allerdings wollte er sich nicht dazu äußern, ob und wo über den Stellenabbau hinaus auch noch größere Verkäufe oder Gemeinschaftsfirmen für die Renditeschwächlinge geplant sind. Kaiser will allerdings hierzu keine Möglichkeiten ausschließen, denn, so sagte er, „wir haben Meilensteine“. Ziel sei es, dass die renditeschwachen Aktivitäten bis zum Jahr 2017 mindestens sechs Prozent Ertrag abwerfen.

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