Finanzen

Wie aus Millionären Milliardäre werden

Wie aus Millionären Milliardäre werden

Weltweit wächst der Club der Reichen und mit ihnen ihr Vermögen. Im Jahr 2025 könnte sich die Summe auf sagenhafte 100 Billionen Dollar belaufen.

Dabei werfen traditionelle Reich-Mach-Branchen wie das Geschäft mit Öl oder Gas im kommenden Jahrzehnt weitaus weniger ab als Finanzdienstleistungen oder Hightech-Firmen.

Das zeigt eine Befragung unter vermögenden Managern im Rahmen des „World Wealth Report 2016“. Diesen hat die Beratungsgesellschaft Capgemini jetzt veröffentlicht.

Aber, egal womit die Reichen ihr Geld verdienen oder vermehren, Fakt ist: Weltweit haben Dollar-Millionäre so viel Geld auf dem Konto wie nie zuvor!

Capgemini zufolge hat sich das anlagefähige Vermögen der Reichen und Superreichen seit 1996 vervierfacht – auf 58,7 Billionen Dollar im vergangenen Jahr. „Setzt sich die Entwicklung so fort, werden es 100 Billionen Dollar bis 2025 sein“, sagte Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer.

Im vergangenen Jahr wuchs das Vermögen der Millionäre weltweit um vier Prozent. Zum Vergleich: Die Bruttolöhne in Deutschland stiegen um 2,7 Prozent, abzüglich der Inflation blieb ein Plus von 2,4 Prozent.

Und das Vermögen ist auf der Welt auch anders verteilt als in vergangenen Jahrzehnten – vor allem China und Japan haben aufgeholt. 

► Die meisten Dollar-Millionäre leben mittlerweile in der Region Asien-Pazifik: 5,1 Millionen Reiche mit einem Gesamtvermögen von 17,4 Billionen Dollar.

► Vor allem in Japan (plus elf Prozent auf 2,7 Millionen) und China (plus 16 Prozent auf 1,0 Millionen) stieg die Zahl der Reichen deutlich.

Nordamerika rutschte im weltweiten Vergleich erstmals auf Rang zwei ab. Dort besaßen 4,8 Millionen Superreiche 16,6 Billionen Dollar.

Auffällig in der Statistik ist außerdem: Im Vergleich zeigt sich, dass die Regionen Asia-Pazifik und Europa in den vergangenen neun Jahren ihre Position gewechselt haben.

1996: Damals gab es noch 30 Prozent der Reichen in Europa und 21 Prozent im asiatischen Raum.

2015: Fast 30 Prozent der Reichen leben nun in der Region Asia-Pazifik, während es in Europa nur noch 23 Prozent sind.

Die Werte für Afrika, Nordamerika, Lateinamerika und den Mittleren Osten haben sich zwischen 1996 und 2015 kaum verändert.

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