Finanzen

Wie berechnet sich die Rente?

Wie berechnet sich die Rente

Beamte bekommen doppelt so viel Mindestpension wie Rentner. Durchschnittsverdiener müssten 54 Jahre in die Rentenkasse einzahlen, um diese Mindestpension von 1588 Euro zu erreichen. Denn bei der Berechnung der Rentenhöhe spielen Entgeltpunkte eine wesentliche Rolle.

Hier können Sie nachlesen, wie viel Sie im vorigen Jahr für Ihre Rente erwirtschaftet haben.

Was bedeuten Entgeltpunkte?

Die Rente berechnet sich aus verschiedenen Faktoren. Dabei spielen die Entgeltpunkte die wichtigste Rolle: Sie richten sich nach dem eigenen Bruttoverdienst.

Dazu wird das durchschnittliche Einkommen zugrunde gelegt.

2015 erhält man für 34 999,50 Euro Jahresverdienst einen Entgeltpunkt. Dieser addiert sich zu den Punkten aus den vorhergehenden Jahre dazu.

Verdient man weniger oder mehr, gibt es entsprechend mehr oder weniger anteilige Entgeltpunkte.

Wie viel Geld bekomme ich für einen Entgeltpunkt?

Ein Entgeltpunkt bringt zurzeit eine Monatsrente von 29,21 Euro in den westlichen und 27,05 Euro in den östlichen Bundesländern.

Was besagt die Beitragsbemessungsgrenze?

Sie ist eine rechnerische Größe im Sozialversicherungssystem und wird jedes Jahr von der Bundesregierung neu festgelegt.

Das heißt: Wer bis zu einer bestimmten Summe verdient, dessen Bruttolohn fließt insgesamt in die Beitragsberechnung ein. Übersteigt ein Teil des Bruttolohns diese bestimmte Summe – die Beitragsbemessungsgrenze –, wird der zusätzliche Teil für die Beitragsberechnung nicht berücksichtigt.

Für 2015 gilt: Die Grenze liegt bei einem Jahres-Bruttoverdienst von 72 600 Euro (West) und von 62 400 Euro (Ost).

Was spielt bei der Rentenberechnung noch eine Rolle?

Von Bedeutung sind die eingezahlten Beiträge und die Anzahl der Versicherungsjahre.

Grundstein für die Berechnung sind die Pflichtversicherungsbeiträge, die der Versicherte monatlich mit seinem Arbeitgeber in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt.

Auch Zeiten, in denen keine Beiträge gezahlt werden, rechnet der Gesetzgeber unter bestimmten Voraussetzungen an: Dazu gehören Schwangerschafts- und Mutterschutzzeiten, die Dauer der Schulausbildung mit berufsbildendem Charakter sowie Sozialleistungsbezug (z. B. Krankengeld, Arbeitslosengeld I).

Was ist die Mütterrente?

Seit dem 1. Juli 2014 erhalten alle Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, pauschal einen Entgeltpunkt mehr. Damit bekommt diese Gruppe jetzt insgesamt zwei Entgeltpunkte pro Kind angerechnet.

Für Mütter, deren Kinder nach 1992 geboren wurden, gibt es bis zu drei Entgeltpunkte pro Kind.

Wie viel Euro sind das?

Für West-Mütter bedeuten zwei Entgeltpunkte 58,42 Euro mehr an monatlicher Rente pro Kind, bei drei Entgeltpunkten sind das 87,63 Euro.

Für Ost-Mütter bedeuten zwei Entgeltpunkte 54,04 Euro mehr an monatlicher Rente pro Kind, bei drei Entgeltpunkten sind es 81,15 Euro.

Beispiel: Eine Mutter aus Köln hat ein 10-Jähriges und ein 15-Jähriges Kind. Sie hat dadurch pauschal 175,26 Euro mehr monatliche Rente.

Quellen: bild.de/ratgeber/ –

Share:

1 comment

  1. Vera 20 Juni, 2016 at 10:22

    Die gesetzliche Rente in Deutschland ist ein Witz. Ohne eine private Altersvorsorge wird man später immer am Existenzminimum leben. Das sollte sich dringend ändern.

Leave a reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *