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Wohin geht der Weg der Parfümerie-Kette Douglas?

Nachdem in der vergangenen Woche die französische Nachrichtenagentur afp von Verkaufsplänen der deutschen Parfümerie-Kette Douglas berichtete, überschlagen sich die Meldungen über den Wahrheitsgehalt dieser Pläne. Zunächst hieß es in der Meldung der Nachrichtenagentur, dass die Douglas-Chefin Isabelle Parize gesagt haben solle, dass das Unternehmen zum Verkauf angeboten würde. Dieses sollte auf der Basis einer Bewertung von über drei Milliarden Euro für das gesamte Unternehmen geschehen. Darüber hinaus seien noch mehrere Optionen für die Zukunft von Douglas im Gespräch, unter anderem auch ein möglicher Börsengang. Bei ihrer Mitteilung soll sich Isabelle Parize auf eine Aussage der Anteilseigner der Parfümerie-Kette berufen haben. Zurzeit wird die Unternehmensgruppe zu achtzig Prozent von Advent gehalten, die weiteren zwanzig Prozent von der Gründerfamilie Kreke. Advent, oder genauer gesagt „Advent International Corporation“ ist einer der größten amerikanischen Privat Equity Fonds, der in Deutschland seit dem Jahr 1991 unter dem Namen Advent International GmbH aktiv ist. Douglas selbst hatte zuletzt einen Jahresumsatz von über drei Milliarden Euro. Nunmehr aber werden die von der französischen Nachrichtenagentur afp verbreiteten Verkaufsabsichten in Zweifel gezogen. Eine Sprecherin der Gründerfamilie Kreke hat gegenüber „Handelsblatt Online“ die Verkaufspläne dementiert. Darüber hinaus teilte die besagte Sprecherin mit, dass ihr auch Isabelle Parize mitgeteilt hätte, die von afp zitierte Aussage nicht getätigt zu haben. Somit wären die Ausstiegspläne der Familie Kreke definitiv falsch. Zu den Plänen über einen möglichen Börsengang wollte sich die Sprecherin der Familie Kreke nicht äußern. Die Douglas-Gruppe war Ende 2012 aus dem MDax ausgeschieden. Seitdem konzentriert sich das Unternehmen auf ihr Kerngeschäft, die Parfümerie. Zu diesem gehören 1800 Filialen in 19 Ländern. Zum Bestandteil der Douglas-Holding gehören neben dem Parfümeriegeschäft unter anderem auch die AppelrathCüpper-Modehäuser sowie die Thalia-Buchgruppe. Andere Unternehmensteile wie zum Beispiel die Süßwarenmarke Hussel und der Juwelier Christ wurden jedoch bereits im Vorjahr verkauft. Bei den widersprüchlichen Meldungen über die nunmehrigen Verkaufsabsichten bleibt nunmehr abzuwarten, wie sich die Zukunft der Parfümerie-Kette Douglas weiter entwickelt.

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